Um Hindernisse zu überwinden
helfen tragende Säulen. Wir haben Sie.

Elektronische Probandenakte

Zentrale Säule ist die sog. elektronische Probandenakte, mit deren Hilfe alle Daten patientenzentriert werden. Durch diesen Aufbau schafft es CentraXX, im Gegensatz zu abrechnungs- oder probenorientierten Systemen endlich, medizinisch-epidemiologischen Anforderungen gerecht zu werden und longitudinale Betrachtungen anstellen zu können. Kurzzeitige isolierte Momentaufnahmen, die Wechselwirkungen und Langzeitindikatoren nur sehr bedingt erkennbar machen, gehören damit der Vergangenheit an.

Formularprozessor

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Schaffung einer einheitlichen Dokumentation mittels eines Formularprozessors. Durch diesen können sämtliche Dokumentationen proaktiv und strukturiert vorangetrieben werden. Der im CentraXX-Meta-Modul integrierte Formularprozessor arbeitet mit wiederverwertbaren Bausteinen, um auf diese Weise unnötige Papierfluten einzudämmen, Übertragungsfehler zu vermeiden und bereits hinterlegte Informationen kontextsensitiv mit Informationen anderer Fragebögen/Formulare zu verbinden. Selbstverständlich ist dieser Art von Dokumentation zu eigen, dass mit ihr gleich Beauftragungen ausgelöst werden können, weil auf passende und hinterlegte SOPs oder Maßnahmen systemseitig aufmerksam gemacht wird. Schöner Begleiteffekt ist es, dass auf diese Weise das Ausfüllen von Auftragsformularen für Standardmaßnahmen in der Forschung entfallen kann.

Workflow-Engine Als Workflow Engine bezeichnet man eine Software Applikation, die den Prozess definiert, die definierten Regeln innerhalb des Prozesses befolgt und so ausführt.

Zentrales Steuerungsinstrument von CentraXX ist die sog. Workflow Engine. Nur so können die heterogenen Anforderungen der Forschung effizient umgesetzt werden. CentraXX und seine Module bedienen sich einer integrierten Workflow und Rules Engine. Dadurch ist CentraXX flexibel und kann in unterschiedlich ausgeprägten Studien, egal ob populationsbasiert, versorgungsnah oder klinisch, gut angepasst werden bzw. vorhandene Bausteine oder Prozessketten können entsprechend wiederverwertet werden. Im Ergebnis ist CentraXX damit in der Lage, definierte Pfade beim Studienablauf, der Probendokumentation, Informationserfassung und Analyse auszuführen und entsprechende Ergebnisdaten lokal, aber auch multizentrisch zur Verfügung zu stellen. Damit folgt die IT-Plattform auch dem Forschungsansatz der personalisierten Medizin, der einer genauen Steuerung von Therapieabläufen in einer logisch und chronologisch richtigen Reihenfolge bedarf. Einmal im Projekt erarbeitete Abläufe können damit auf der Plattform implementiert und zur Ausführung gebracht werden.

CentraXX kommt im Forschungskontext die Aufgabe zu, die patientenbezogenen Informationen regelgerecht zu erfassen und an die Forschungsbeteiligten zu verteilen.

Die integrierte Workflow Engine gewährleistet die Ablauf-Orchestrierung sowie die patientenzentrierte Dokumentation gemäß zu definierender SOPs und weiterer Qualitätsstandards.

CentraXX orchestriert den Arbeitsablauf der Partner mittels Aktivitäten-Listen. So können Prozesse im Bereich in vivo, in vitro und in silico parallelisiert werden, die gegenwärtig teilweise nur sequenziell ablaufen. Das wiederum kann eine deutliche Zeitersparnis mit sich bringen. Die Prozesse selbst lassen sich, wie im Business Process Management bekannt, in Haupt- und Teilprozesse gliedern. Dadurch ist auch gewährleistet, dass häufig wiederkehrende Teilprozesse auch für andere Hauptprozesse eingesetzt werden können.

Des Weiteren lassen sich so auch die Service Level Agreements der für eine Studie zusammenarbeitenden Institute definieren (wer liefert was in welcher Qualität in welcher Zeit). CentraXX und seine Workflow Engine bilden diesen Prozess ab und führen ihn auch regelbasiert aus.

Das System informiert die Verantwortlichen bei Nichteinhaltung von Agreements ad hoc, sodass diese auch umgehend reagieren können. Das schafft Vertrauen der Akteure untereinander und zeitkritische Verfahren können qualitätsgesichert weiterlaufen. Insbesondere die langwierige Abstimmung oder das Nachfragen nach Zwischenergebnissen per Mail oder Telefon können so entfallen.

Zusätzlich liefert CentraXX-Meta Backend Funktionen wie ein Data Dictionary, Meta Data Repository oder eine Auswertungs-Engine. Mittels Data Dictonary und Meta Data Repository kann das koordinierte Wachsen von Attributen und Formularen gewährleistet werden. So sprechen zwar alle Forscher ihre jeweilige Sprache und das System übersetzt sie in einen einheitlichen Begriff. Die Erweiterung ist über Editoren geschützt auch kundenseitig möglich. Damit kann ein einmal verwendeter Begriff für alle Auswertungen und auch in anderen Formularen wiederverwendet werden.

Das Reporting- und Statistikmodul ist integrierter Bestandteil der Lösung CentraXX Meta.

Es wird in Suchen, Reports (automatische oder selbstgeschaffene) und Statistiken unterschieden. Grundsätzlich sind alle Datenpunkte des Data Dictionary durchsuchbar. Es werden alle ausgefüllten Datenfelder einer Suche zugeführt. Mithin kann über jeden im Data Dictionary angelegten und dokumentierten Datenpunkt gesucht werden. Die Kombination von Suchbegriffen ist ebenso möglich wie eine kaskadierende Suche. Zu einem Zeitpunkt gefundene Suchergebnislisten können gespeichert werden.

Im Wege der Reports werden mittels BIRT Business Intelligence and Reporting Tools (BIRT) ist ein Open-Source-Projekt, welches Berichtswesen- und Business-Intelligence-Funktionalität zur Verfügung stellt und in CentraXX integriert wurde , umfangreiche SQL-Abfragen umgesetzt. So sind Listen zu den Studien und deren jährliche Rekrutierungsraten sortiert nach Entitäten abrufbar, oder es werden allgemeine Reports wie Inventar- oder Verbrauchslisten geführt. Außerdem werden beispielsweise Abfragen nach einem Vergleich von Behandlungsmethoden mit entsprechenden Zielbeschreibungen angeboten. Die Reports sind individuell modellierbar und können nach einer Einarbeitungszeit vom Kunden selbst erstellt werden. Die Reports sind darüber hinaus dokumentationssicher als PDF- oder Excel-Dateien zu definierten Zeitpunkten speicher- und exportierbar.

Eine der wesentlichen Aufgaben einer Forschungsplattform wie CentraXX ist die Verwaltung von Identitäten. Die bisher zugänglichen Vorgaben, sei es durch die ZTG oder den TMF e.V. geben einige Anhaltspunkte. Das Konzept, welches der Betreiber einer Forschungsplattform favorisiert, ist dort häufig nicht en Detail beschrieben. So werden heutzutage Modelle der TMF mit denen der ZTG aus nachvollziehbaren Gründen vermischt. Für CentraXX ergeben sich daraus keine Hindernisse. CentraXX unterstützt alle Modelle.

Prinzipiell können im Bereich ID-Management alle Mechanismen in CentraXX genutzt werden. So kann CentraXX beliebig viele IDs führen und verwalten. Dies ist eine wichtige Grundlage für die Kommunikation mit anderen ID-basierten Systemen. Wichtig ist auch die Kommunikation mit Treuhandstellen. Schon im Projekt Nationale Kohorte arbeiten das Institut für Community Medicine der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und Kairos an einer engen Verzahnung der Treuhandstelle mit CentraXX. Im DKTK haben wir ein gänzlich anderes ID Management des IMBEI Mainz vorgefunden und in unsere Lösung integriert. Falls kein externes ID Management eingebunden werden soll, können auch die Pseudonymisierungsalgorithmen in CentraXX verwendet werden.